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Wasser für Kenia

Die Realschule Vorsfelde erreichte im Mai 2016 frohe Kunde aus Kenia, dass aus den Spendengeldern unseres Sponsorenlaufes im Herbst 2015 der Wassertank fertiggestellt und im Beisein von Dr. Christoph Stein eingeweiht wurde. Im Folgenden können Sie den Tagesbericht von Herrn Dr. Stein lesen und im Anschluss noch weitere Infos zum Projekt in Kenia:

Heute sind wir in eine der Gegenden des County Makueni aufgebrochen, die zu den ärmsten Gebieten Kenias zählen. Es ist jetzt das Ende der Regenzeit. Noch sind die meisten Bäume und  Sträucher grün. Aber die Baobabs, die dicken Affenbrotbäume, haben schon alle  Blätter abgeworfen und kündigen damit die beginnende Trockenzeit an, in der es ca. vier Monate lang (Juni-September) keinen Tropfen Regen geben wird. Kurz hinter  der Bezirkshauptstadt  Wote endet die letzte  Teerstraße. Nach gut zwei  Stunden Fahrt mit einem hochachsigen  Vierradantrieb  über staubige, schlaglochübersäte Pisten erreichen wir unser heutiges Ziel, die  Kinze Primary School.

Nachdem wir gründlich durchgeschüttelt worden sind, treffen wir auf  die gesamte in blaue Schuluniformen gekleidete Schülerschar, die schon aufgeregt auf uns gewartet hat. Im Rhythmus eines Willkommensliedes folgen wir ihnen zum Wassertank. Ein lilafarbenes Tuch verdeckt die Beschriftung der Sponsorentafel. Unsere Aufgabe ist es nun, dieses Tuch wie eine Gardine beiseite zu schieben. Der anglikanische Priester liest die zutage tretende Beschriftung vor: FUNDED BY THE STUDENTS OF SECONDARY SCHOOL REALSCHULE VORSFELDE IN THE TOWN OF WOLFSBURG/GERMANY. CONSTRUCTED BY  PARENTS OF KINZE PRIMARY SCHOOL AND ANGLICAN DEVELOPMENT SERVICES EASTERN:

Dann weiht der Priester mit etwas Wasser den Tank und beschließt die Zeremonie mit einem Gebet. Zum Schluss muss ich den Wasserhahn  zum ersten Mal öffnen und darf einen Schluck Wasser probieren.

Wir werden darauf zum Versammlungsplatz geleitet. Unter einem großen Schattenbaum versammeln sich Erwachsene und Schüler. Wir nehmen gegenüber der Schulversammlung  als Ehrengäste Platz.  Es folgen von den Schülern für uns vorbereitete  Darbietungen, bestehend aus Tanz, Lied und Sprechgesang die das Thema Wasser zum Inhalt haben. Wir sind begeistert. Anschließend werden viele Reden gehalten und von uns ein Fußball übergeben

Abschließend steigen einige Schüler auf den Wassertank und präsentieren stolz das Schild mit den Worten „ASANTE SANA“ (Kisuaheli= Vielen Dank). Fotos  werden geschossen. Ein wunderschönes Ereignis geht zu Ende. Jeder möchte zum Abschied die Hand eines „Mzungus“ (Weißen) angefasst haben.

 

Wie kommt das  Logo der Realschule Vorsfelde nach Ostafrika?

Die Realschule Vorsfelde gehört zu einer Gruppe besonderer Schulen in Niedersachsen, die sich zur Vermeidung von Fluchtursachen in Afrika engagieren.

Die Politik diskutiert noch, wie man die beiden wichtigsten Flüchtlingsströme vermindern kann: Die Zahl der Kriegsflüchtlinge aus Syrien und die  Zahl der afrikanischen „Wirtschaftsflüchtlinge“, die nach Durchquerung der Sahara von Nordafrika aus versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Acht  herausragende niedersächsische Schulen haben begonnen, Fluchtursachen in Afrika zu mindern:

Ca. 6000 Schüler dieser niedersächsischen Schulen haben in einem Jahr 100.000,-€ - Spenden  gesammelt. Mit diesem Geld wurden  „Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekte“ zur Minderung  des Wassermangels in Kenia finanziert: Bezahlt werden nur Baumaterial und Lohn für wenige   ausgebildete Handwerker. Gebaut werden die Wasserspeicher von den unter Wassermangel leidenden Menschen. Das sind überwiegend Frauen.

Durch die von ihnen gebauten Wasserspeicher erhalten 6.000 Afrikaner dauerhaft sauberes Trinkwasser. 1.000 Mädchen können zur Schule gehen, anstatt Wasser holen zu müssen. Damit leisten 6.000 niedersächsische Schülerinnen und Schüler einen Beitrag, dass die vom Klimawandel besonders betroffenen Menschen in ihrer Heimat bleiben können und nicht zu den zukünftigen „Klimaflüchtlingen“ werden. Die Realschule Vorsfelde gehört zu diesen besonderen Schulen.

Ehrenamtliche Mitarbeiter des Vereins „Wasser für Kenia  e.V. (s. www.wasser-fuer-kenia.de), Almut und Dr. Christoph Stein bereisen gerade- natürlich auf eigene Kosten-  Kenia, um die Entwicklungsprojekte der niedersächsischen Schulen zu besuchen. Sie schickten uns aus Ostafrika den Kurzbericht (siehe oben) und einige Fotos vom Wasserprojekt der Realschule Vorsfelde.


Das zu diesen Aktivitäten gehörende pädagogische Konzept heißt „Globales Lernen“. Die Kultusministerkonferenz, also das höchste die Bildung beeinflussende Gremium, hat im letzten Jahr beschlossen, dass  der „Lernbereich Globale Entwicklung“  in den Schulprogrammen der Schulen verankert werden  und dass die Schulinspektion, also der Schul-„TÜV“, dies kontrollieren soll. Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung formuliert: „Ziel ist, den Bereich der Globalen Entwicklung ..in das Zentrum der Qualitätsentwicklung der Schule.. zu rücken.“

Acht Schulen sind z.Z. Vorreiter für  „Globales Lernen“ in Niedersachsen, bei dem es v.a. auf das Handeln (!) statt Reden ankommt. Und die Realschule Vorsfelde gehört  dazu.  Die Afrikaner aus Kenia (s. Foto) grüßen „Asante sana –RS Vorsfelde“ = „Vielen Dank Realschule Vorsfelde“.

Termine

20. Dec. 2017, 00:00
Weihnachtsfeiern Klassen/Jahrgänge
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